Sportfreunde Littel

SF Littel 1.Herren - RW Hürriyet Delmenhorst (Kreispokal)

Redakteur am 03.09.2026

SF Littel 1.Herren  -  RW Hürriyet Delmenhorst (Kreispokal)

SF Littel 1.Herren  -  RW Hürriyet Delmenhorst (Kreispokal)    7:6 n.E.

„Edelfan“ Ralle hatte vorm Spiel auf ein 0:3 getippt. Damit lag er nur zur Hälfte richtig. Zwar erzielten die Gäste aus Delmenhorst 3 Treffer, aber auch die Litteler brachten es auf 3 Tore in der rgulären Spielzeit. Und dann gab es als Sahnehäubchen das Elfmeterschießen. Und dabei erwies sich unsere Erste als treffsicherer und zog mit einem 7:6 in die nächste Runde des Kreispokals ein. Doch der Reihe nach.Zunächst fiel dem Spielausschuss-Vorsitzenden Thomas Luthard, der in Littel vorbeischaute, die große Anzahl der Zuschauer auf. „Habt ihr immer so viele Zuschauer?“ Ja – die SFL haben fast bei jeden Spiel der I. an die Hundert interessierte Fans. So auch bei diesem Wochentagsspiel bei idealem Fußballwetter und unter Flutlicht.
Die Begegnung gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der Kreisliga, RW Hürriyet“ begann gleich mit einem Kracher. In der 2.Minute traf Maik Schröder gleich mal die Latte. Und gerade mal 2 Minuten später konnte Torwart Yusuf Polat einen Schuss nicht festhalten, der nachsetzend Sönke Sieverling vergab. Littel spielte gut mit, war sogar spielbestimmender. Umso überraschender das 0:1 in der 14.Minute durch Freedom Osayande. Die Abwehr wurde etwas zu leicht ausgespielt, Osayande stand frei vorm Tor, traf zunächst nur den Pfosten, doch im Nachsetzen landete der Ball doch noch im Netz.
Littel spielte in der Folge gut nach vorne, hatte spielerische und kämpferische Vorteile und die Defensive stand – mit Ausnahme des Tores – sicher, war vor allem im Kopfballspiel dominant. Hürriyet sorgte vor allem über den schnellen Rechtsaußen für gefährliche Situationen. In der 32.Minute fiel der verdiente Ausgleich durch Lutz Würdemann mit einem Schuss aus 20m. Un kurz danach fiel sogar das 2:1. Lutz Würdemann stzte Marek Asche ein und dessen Schuss ging am langen Pfosten rein. Freedom Osayande hätte fast den Ausgleich erzielt (37.), doch sein Schuss aus 18m ging knapp über das Debälk, wobei Torwart Tim Bakenhus auch noch an den Ball gekommen wäre. In den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff machte Littel noch mal so richtig Druck und kam zu 3 fetten Gelegenheiten. Zunächst passte Niklas Eismann auf Marek Asche, dessen Torschuss aber noch geblockt werden konnte (45.). In der Nachspielzeit faustete TW Yusuf Polat an dem Eckball von Finn Lüschen-Strudthoff vorbei und in der 45.+3 Minute traf Marek Asche nur den Pfosten. Da wäre das Ausspielen des Torwarts, bspw. mit einem Haken, vermutlich erfolgreicher gewesen.
Mit lautstarkem Beifall für eine engagierte Leistung und einem unerwartetem Zwischenergebnis ging es in die Kabine. Fußballexperte Sven, dieses Mal hielt er zu Littel, meinte:“Nicht unverdient!“Die 2.Halbzeit begann mit einem Schock und einem kuriosen Ausgleichstreffer von Can Kara. Die Litteler Abwehr war noch nicht wieder gut sortiert und verursachte einen Freistoß. Der flutschte so durch die Abwehr, TW Tim Bakenhus zeigte keine Reaktion. Nach Spielende wurde noch diskutiert, ob das Tor hätte überhaupt zählen dürfen. Der Schiedsrichter soll den Arm für einen indirekten Freistoß gehoben haben, und kein Spieler wäre am Ball von Can Kara dran gewesen. Sei’s drum. In der Folgezeit gab es etwas Unruhe im Spiel, was auch die Folge einiger strittiger Entscheidungen von Schiedsrichter Keno Rademaker (Atlas Delmenhorst) war. So pfiff er ein (gelbwürdiges) Foul an Maik Schröder nicht, ebenfalls ein Rückpassspiel von Hürriyet. Das Spiel beruhigte sich aber schnell wieder, da die Spieler beider Teams sich sportlich vertrugen. Nach einer Stunde ging ein wuchtiger Schuss von MaikSchröder knapp daneben. Dann wehrte TW Polat eine Ball von Niklas Eismann gut ab. Dann aber war es doch wieder so weit und die SFL gingen erneut in Führung. Marek Asche legte clever auf Lutz Würdemann ab, der dann mit einem strammen Schuss das umjubelte 3:2 machte. Danach war unsere Erste absolut dominant und erspielte sich fast im Minutentakt mehr oder weniger 100%ige Chancen. Marek Asche war allein vorm Torwart, anstatt den auszuspielen konnte TW Polat per Fußabwehr retten (64.). Im nächsten Angriff stürmte Florian Seeger über die rechte Angriffsseite, doch Niklas Eismann rutschte vorm Tor an der Hereingabe vorbei. Dann hielt der gegnerische Torwart einen Kopfball von Niklas. In der 68.Minute wieder eine Großchance. Marek Asche aus 18m mit einer Bogenlampe, doch TW Polat lenkt das Spielgerät im Rückwärtslaufen über das Gebälk. Dann klärt ein Verteidiger nach einem Eckball vor dem einschussbereiten Niklas Eismann zur Ecke. Und TW Polat, den man mittlerweile richtig warm geschossen hatte, klärte bei einem 18m-Schuss von Maik Schröder zur Ecke. Und in der 71.Minute passte Finn Lüschen-Strudthoff auf Lutz Würdemann, der aber knapp übers Tor zielte. Hürriyet bolzte in dieser Phase die Bälle nur noch hinten raus („Hoch und weit bringt Sicherheit!), ein geordneter Spielaufbau mit sicheren Kombinationen war nicht zu erkennen. Littel setzte auf schnelle Konter, kämpfte um jeden Ball und kam zu reichlich Torgelegenheiten. Wie aus heiterem Himmel kamen die Gäste dann zum Ausgleich durch den zur Halbzeit eingewechselten Ali Gökdeniz. Er war der Nutznießer einer schludrigen Mittelfeldaktion und einer schwachen Verteidigungsleistung. Littel schüttelte sich kurz und erspielten sich weitere Gelegenheiten. In dem sehr fairen Spiel gab es jetzt ein paar Nickeligkeiten. In der 77.Minute passt Niklas Eismann zu Lutz Würdemann, doch der schießt den Torwart an. Entsetzen dann auf den Zuschauerrängen: Niklas Eismann setzt sich stark auf der rechten Seite durch, legt den Ball zurück auf den 16er und Lutz Würdemann hämmert den Ball drüber – unfassbar! Das hätte das 4:3 sein müssen! Die letzte Möglichkeit hatten dann noch 2 eingewechselte Spieler. Erik Böhn auf Christian Schuler, doch der rutscht an der Hereingabe vorbei.
Ein Zuschauer stellte zu Recht fest:“Bis jetzt ein Superspiel“. Da es im Kreispokal keine Verlängerung gibt, ging es gleich los mit dem Elfmeterschießen. Hürriyet durfte vorlegen.
Elfmeterschießen:
0:1   Can-Dennis Blümel
1:1   Lutz Würdemann
RWH drüber
2:1    Noah Ledosquet
2:2    Can Kara
3:2    Finn Lüschen-Strudthoff
3:3    Bajram Krasnici
4:3    Reik Schürmann
RWH  Tim Bakenhus hält mit Knieabwehr

Tore in der regulären Spielzeit:
0:1    14.Min    Freedom Osayande
1:1    32.Min    Lutz Würdemann
2:1    35.Min    Marek Asche
2:2    47.Min    Can Kara
3:2    62.Min    Lutz Würdemann
3:3    76.Min   Ali Gökdeniz
Nach dem Abpfiff gratulierten die Hürriyet-Spielr den Gewinnern. Eine sehr entspannte Atmosphäre. Sie trugen ihr Ausscheiden mit Fassung, verwiesen als einen Grund auf das Fehlen von 6 Spielern. Dazu muss man aber auch drauf hinweisen, dass den SFL mit Kevin Niemann, Chris Aziegbe und Felix Kiwitt ebenfalls wichtige Spieler fehlten. Im „Gesprächskreis“ nach Spielende drückte Trainer Chris von Behren seinen Stolz über das Erreichte mit den kurzen Worten: „Zur Belohnung ist morgen trainingsfrei!“ aus. Dann wurde zusammen mit den Zuschauern das Erreichen des Viertelfinales gefeiert. Dort warten außer TSV Großenkneten II (1.KK) nur noch Kreisligisten (falls Tungeln in Dünsen gewinnt).